Präventionsmaßnahmen

Ingelheim lebt Vielfalt - "Wir sind Ingelheim" (06.07.2015)

Unsere Schüler/innen besuchen die Ausstellung an unserer Schule
Als 06.07.2015 Herr Minas Ioannidis vom Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim zum Thema der Ausstellung Rede und Antwort stand, hörten ihm Schüler/innen der 9c und der 10a aufmerksam zu. Sie erfuhren, wie tief verbunden die in Ingelheim ansässigen Bürger/innen unterschiedlichster Herkunft mit ihrer Stadt sind und gleichzeitig den Kontakt und die Liebe zu ihren Wurzeln nie verloren haben und auch nicht verlieren möchten.
Herr Ioannidis, der im vergangenen Jahr den Karlspreis der Stadt Ingelheim erhielt, betonte die Bedeutung des Engagements für ein friedliches, tolerantes Miteinander und lobte auch die Arbeit unterschiedlicher Menschen gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Damit sprach er ein Thema an, das an unserer Schule sowohl im Unterricht als auch in AGs immer wieder aufgegriffen wird.


(Heidi Eiler-Engelhard)

Gedenkfeier (23.01.2015)

Siebzigster Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
Im Rahmen der Präventionsarbeit an der Kaiserpfalz-Realschule plus Ingelheim nimmt die Auseinandersetzung mit Gewalt und Rassismus - historisch und aktuell - einen wichtigen Platz ein.

Alljährlich gedenkt die Kaiserpfalz-Realschule plus mit einer intensiv vorbereiteten Gedenkfeier der Opfer des Nationalsozialismus. Zum siebzigsten Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz am 27. Januar gestalteten wiederum Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen eine denkwürdige Feierstunde, die von kurzen Sequenzen aktueller Klezmermusik eingerahmt wurde.



Nach der Begrüßung und Einleitung durch die Schulleiterin Frau Sabine Reich und ihrem Appell an eine "wachsame Erinnerung" und an "Toleranz, Zivilcourage und demokratisches Engagement" stellten die Organisatoren ihren Mitschülerinnen und Mitschüler zunächst Fragen wie "Was glaubt ihr, warum wir heute hier sind?", "Was erwartet ihr von dieser Feier" und "Was wisst ihr über KZs?". Und sie berichteten eindringlich von ihren eigenen Erwartungen und Eindrücken in Zusammenhang mit ihrem Besuch der Gedenkstätte in Buchenwald im Dezember. Sie beschrieben ihre Beklommenheit beim Betreten des ehemaligen Lagers, ihre vorübergehende Sprachlosigkeit während der Führung, die u.a. in das lagereigene Krematorium, die Genickschussanlage und in die Einzelhaftzellen, den so genannten "Bunker" ging. Sie sprachen auch von ihrem tiefen Mitgefühl, das sie spürten als sie das "warme Mahnmal" berührten. Es ist eine Metallplatte mit den eingravierten Namen von über 50 Nationen. Diese Platte ist das ganze Jahr über auf 37 °C beheizt und soll Wärme an diesem Ort der menschlichen Kälte ausstrahlen.

Mit zunehmender Betroffenheit hörten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen Ihren Mitschülern zu, erfuhren mehr über die grauenhaften Foltermethoden und die menschenverachtenden "medizinischen Versuche" an inhaftierten Frauen. Sie hörten Aussagen von Zeitzeugen und hörten den Appell des Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel, den dieser anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz vor der UNO-Versammlung ausgesprochen hatte und mit dem er vor den Gleichgültigen warnt. Und sie erfuhren auch noch mehr über den Ingelheimer Lehrer Ludwig Langstädter, nach dem die Straße benannt ist, in der ihre Schule steht. In den Abschlussworten wurde der Bogen zu heutigen Ereignissen gespannt, wie zu den Aktionen von Pegida oder auch zu den schrecklichen Ereignissen in Paris. Die Rednerinnen nahmen am Ende nochmals Bezug auf Elie Wiesel: "Wir wünschen uns, dass Ihr untereinander und auch mit Erwachsenen über das Thema sprecht und euch eure eigene Meinung bildet, denn Zuschauen und Nichtstun kann Menschen verletzen und auch töten. Jeden Tag."

Lesen Sie hier die Rede von Frau Reich zur Gedenkfeier!

Weitere Informationen zum Profil der Kaiserpfalz-Realschule plus unter http://www.kaiserpfalz-realschule.de/Schulprofil.html
(H. Eiler-Engelhard)

KAPRIplus beteiligt sich erneut an Stolperstein-Putzaktion und der Gedenkveranstaltung am 9. November 2014

Anlässlich des Gedenktages zur Reichspogromnacht 1938 wurden am Samstag, dem 8. November die in den letzten acht Jahren in Ingelheim verlegten Stolpersteine gereinigt. In-RAGE, das "Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt e.V." und der Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e.V hatten dazu eingeladen, die in den vergangenen Jahren vor Ort verlegten Gedenkplatten nicht nur zu putzen, sondern auch der vertriebenen ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu gedenken. Dieser Einladung folgten in diesem Jahr auch wieder 10. Schülerinnen unserer Schule.



Am Nachmittag des 9. November fanden sich diese Schülerinnen - Senian Hellriegel (10a), Antonia Kessler (10a), Tina Truong (10a) und Lisa Wedekind (10b) - auch an der Stele des ehemaligen Synagogenplatzes in Ober-Ingelheim ein. Sie hatten sich im Rahmen unserer Projektwoche im vergangenen Schuljahr mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigt. In ihrem Redebeitrag berichteten sie über die Eindrücke, die sie während der beiden Begegnungen mit Jugendlichen aus der AfA gewonnen hatten.

(Heidi Eiler-Engelhard)

Gedenkfeier (24.01.2014)

Kaiserpfalz- Realschule plus gedenkt mit Feierstunde der Opfer des Nationalsozialismus

Die Kaiserpfalz-Realschule plus in Ingelheim hat eine Reihe von thematischen Schwerpunkten, die ihr Profil definieren. Dazu gehört - neben den klassisch bildungsorientierten und qualifizierenden Themen - unter Anderem auch die Präventionsarbeit. Im Rahmen der Präventionsarbeit nimmt die Auseinandersetzung mit Gewalt und Rassismus - historisch und aktuell - einen wichtigen Platz ein.

Alljährlich gedenkt die Kaiserpfalz-Realschule plus mit einer intensiv vorbereiteten Gedenkfeier der Opfer des Nationalsozialismus. Zum Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz am 27. Januar gestalteten wiederum Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen eine denkwürdige Feierstunde, die von kurzen Sequenzen aktueller Klezmermusik eingerahmt wurde.

Nach der Begrüßung und Einleitung durch die Schulleiterin Frau Sabine Reich (Eröffnungsrede als PDF-Download) und ihrem Appell an eine "wachsame Erinnerung" und ein "demokratisches Engagement" stellten die Organisatoren ihren Mitschülerinnen und Mitschüler zunächst Fragen wie "Was glaubt ihr, warum wir heute hier sind?", "Was erwartet ihr von dieser Feier" und "Was wisst ihr über KZs?". Und sie berichteten von ihren eigenen Erwartungen und Eindrücken in Zusammenhang mit ihrem Besuch der Gedenkstätte in Buchenwald im vergangenen Jahr, erklärten die Unterschiede von Arbeits- und Vernichtungslagern, erläuterten, was diese Unterschiede für die Inhaftierten bedeuteten.

Mit zunehmender Betroffenheit hörten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen Ihren Mitschülern zu, erfuhren mehr über die Gräuel in den Frauenlagern, von den grauenhaften Foltermethoden und den menschenverachtenden "medizinischen Versuchen" an den Inhaftierten. Sie hörten Aussagen von Zeitzeugen und hörten die Worte des Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel, die dieser anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz vor der UNO-Versammlung gesprochen hatte. Und sie erfuhren auch noch mehr über den Ingelheimer Lehrer Ludwig Langstädter, nach dem die Straße benannt ist, in der ihre Schule steht.

In den Abschlussworten wurde der Bogen zu heutigen Ereignissen gespannt: "Wie kann es sein, dass es auch heute noch Mut - etwa von einem Profifußballer - erfordert, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen? Haben wir doch nichts gelernt?"

Weitere Informationen zum Profil der Kaiserpfalz-Realschule plus finden Sie hier!


(Heidi Eiler-Engelhard)

Ein Zeitzeuge berichtet (18.11.2013)

Als weiteren Beitrag zur Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit dienten auch einige Gesprächsrunden mit einem Ingelheimer Zeitzeugen. Auf Initiative ihrer Klassenlehrerin Frau Schweikhard hatte sich Herr Bornheimer bereit erklärt, Schüler/-innen der Klasse 10e Rede und Antwort zu Fragen zum Dritten Reich und dem Zweiten Weltkrieg zu stehen. Gespannt und ergriffen lauschten die Jugendlichen den sehr anschaulichen Schilderungen.



Jugendkongress gegen Rechtsextremismus (11.11.2013)

Nachdem die Schülerinnen und Schüler unserer 9. und 10. Klassen in der letzten Woche bereits eine Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus in unserer Schule besucht hatten ("Tatort Rheinland-Pfalz"), durften sich einige von ihnen nun am Montag 11.11.2013 näher mit dem Thema beschäftigen: Auf dem "Jugendkongress gegen Rechtsextremismus" in der Coface Arena Mainz setzten sie sich in unterschiedlichen Workshops mit dem Thema auseinander.



Los ging es mit einem spannenden Beitrag von zwei Studenten der Uni Koblenz-Landau, die mit einem sehr kreativen, kritischen und unterhaltsamen Poetry Slam - eine Mischung aus Gedicht, Sprechgesang, Beatboxing und Schauspiel - in die Veranstaltung starteten. Im Anschluss durften sich die Schülerinnen und Schülern unserer Schule in spannenden Workshops zum Thema Rechtsradikalismus informieren. Themen wie rechtsradikale Musik und Symbole, Parteiprogramm der NPD, Rechtsradikalismus im Netz bzw. Sport sowie "Stammtischparolen" waren interessante Aspekte, die näher unter die Lupe genommen werden konnten. Im Workshop zum Thema Symbole erstellten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise antifaschistische Symbole, die zu Buttons verarbeitet wurden. Im Workshop zum NPD-Programm hingegen präsentierten sie am Ende der Veranstaltung Teile des NPD-Programms und entwickelten Argumente dagegen. Die vielen Eindrücke und Erlebnisse des wirklich gelungenen Tages wurden am nächsten Tag durch Präsentationen mit den anderen Schülerinnen und Schülern der Kaiserpfalz-Realschule plus geteilt.
(Kristina Stürmer)

Einige Zitate unserer Schülerinnen und Schüler nach der Veranstaltung:
"Sehr gut war der Poetry Slam. Damit wurde den Jugendlichen die Rechte Szene gut rübergebracht."

"Den Jugendkongress gegen Rechtsextremismus fand ich sehr interessant, weil ich noch nie an so etwas teilgenommen habe."

"Es war schön zu sehen, wie viele Jugendliche beim Kongress waren und sich intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt haben."

"Es hat mir gezeigt, dass man selbst oder in der Gruppe etwas gegen Rassismus und Rechtsextremismus unternehmen kann."

Stolperstein-Putzaktion (09.11.2013)

KAPRI plus beteiligt sich an Stolperstein-Putzaktion



Am 20. September 1942 wurden die letzten 17 Ingelheimer Juden verhaftet und in die Vernichtungslager im Osten deportiert. 15 von ihnen wurden ermordet. Zu ihrem Gedenken wurden 2006 an den letzten frei gewählten Wohnsitzen in Ingelheim die ersten Stolpersteine von Gunter Demnig gesetzt. Weitere Stolpersteine kamen 2008 und 2010 hinzu.
Aus Anlass des diesjährigen Gedenktages wurden diese Steine am Samstag, den 9. November 2013 gereinigt.
In-RAGE, das "Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt e.V.", hatte - zusammen mit dem Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e.V - dazu eingeladen, gemeinsam mit seinen Mitgliedern die in den vergangenen Jahren vor Ort verlegten Gedenkplatten nicht nur zu putzen, sondern auch der vertriebenen ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu gedenken. Dieser Einladung folgten in diesem Jahr wieder Schüler/-innen und Lehrer/-innen der Kaiserpfalz-Realschule plus.

Am Nachmittag desselben denkwürdigen Tages fanden sich weitere Schülerinnen der 10. Klasse an der Stele des ehemaligen Synagogenplatzes in Ober-Ingelheim ein. Gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Stürmer hatten sie sich in einer intensiven Vorbereitungszeit mit Ingelheimer Opfern des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Ihre Betroffenheit und Nachdenklichkeit, die sie bei ihrer Arbeit in Diskussionen und Textanalysen entwickelt hatten, zeigten sich deutlich während ihres Vortrags an der Stele.

Ausstellungseröffnung an der Kaiserpfalz-Realschule plus (04.11.2013)

Seit 21.Oktober ist die Ausstellung "Tatort Rheinland-Pfalz" bereits in Ingelheim zu sehen. Und es ist nicht das erste Mal, dass diese Ausstellung in Ingelheim präsentiert wird. In-RAGE, das "Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt e.V." bietet auch in diesem Jahr - zusammen mit der Jugendabteilung der Stadt Ingelheim und dem AK Jugend der Kriminalpräventiven Sicherheitspartnerschaft - Ingelheimer Schulen und Einrichtungen die Möglichkeit, die überarbeitete und aktualisierte Ausstellung zum Thema "Strukturen, Ideologien und Erscheinungsbilder der extremen Rechten in Rheinland-Pfalz" in ihren eigenen Räumlichkeiten zu präsentieren. Der Transport, der Auf- und der Abbau der Ausstellung werden dabei von In-RAGE gewährleistet bzw. unterstützt.



Schon sehr früh hatte sich die Kaiserpfalz-Realschule plus um die Ausstellung beworben. Am 5. November wurde sie nun im Foyer der Schule "offiziell" eröffnet. Die Schulleiterin Sabine Reich begrüßte aus diesem Anlass Alrun Schleiff - Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung in Mainz - und Dieter Engelhard, den Vorsitzenden von In-RAGE, dem Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt e.V..

Frau Schleiff vermittelte den Anwesenden Lehrerinnen und Lehrern und ihren Schülerinnen und Schülern einen angenehm kurzen Überblick über ihre Arbeit und einige hilfreiche Erläuterungen zum Projekt. Neugierig und aufgeschlossen nahmen die Jugendlichen das Angebot an, sich gleich nach der kurzen Einführung die 22 Tafeln der Ausstellung anzusehen und die anwesenden Fachleute zu befragen. Zu denen zählte auch ein musikwissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Mainz, der speziell zum Thema "rechte Musikszene" kompetent Auskunft geben konnte.



Die Exponate geben einen Einblick in die Ideologie des Rechtsradikalismus und zeigen mit Fotografien und Texten seine unterschiedlichen Facetten auf. Dazu zählen beispielsweise Rassismus, Antisemitismus oder die Befürwortung von autoritären Strukturen. Einstellungen und Meinungen hierzu, die als rechtsextrem gelten, begegnen uns im Alltag und sind oft in moderne "Erscheinungsformen" verpackt. Organisierte rechte Kameradschaften werden wegen ihres Auftretens und ihrer ideologischen Ausrichtung als "Neonazis" bezeichnet. Die 22 Wandtafeln zeigen die modernen Erscheinungsformen der "Neonazis" und sind durch ihre gestalterische Ausführung und thematische Gliederung nicht nur optisch, sondern auch didaktisch ansprechend.
Im Lauf der Woche werden nun die einzelnen Klassen der Kaiserpfalz-Realschule plus mit ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern die Ausstellung vor Ort besuchen und am Thema arbeiten. In der Woche vom 11. bis 14. November wird die Ausstellung im YELLOW, dem Ingelheimer Jugend- und Kulturzentrum zu sehen sein. In zeitlichem Zusammenhang wird dort am 14.11. um 19:00 Uhr das Theaterstück "engel mit nur einem flügel" vom töfte Theater aufgeführt.
(Dieter Engelhard)

Ausstellungstermine:
  04.11. - 08.11. KAPRI plus, Kaiserpfalz-Realschule plus Ingelheim
  12.11. - 14.11. Yellow, Jugend- und Kulturzentrum Ingelheim
  18.11. - 29.11. WBZ, Weiterbildungszentrum Ingelheim
  02.12. - 06.12. IGS, Integrierte Gesamtschule Kurt Schumacher Ingelheim

Gedenkfeier zum Ende von Krieg und Gewaltherrschaft am 8.Mai 1945 (08.05.2012)


Am 8. Mai begingen in diesem Jahr die neunten Klassen der Kaiserpfalz-Realschule plus in Ingelheim ihre jährliche
Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Nach einer musikalischen
Einleitung und der Begrüßung durch Rektorin Frau Reich wurde in einem biographischen Text über Ludwig Langstädter,
jüdischer Lehrer und Kantor in Ingelheim, informiert. Er ist der Namensgeber der Straße, in der sich unsere
neue Schule befindet und wurde auch Opfer des Nationalsozialismus.
Lesen Sie hier die Rede von Frau Reich...
Anschließend trugen die Schülerinnen und Schüler Auszüge aus der denkwürdigen Rede des ehemaligen Bundespräsidenten
Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 vor.

Im weiteren Verlauf wurden in der von Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen geplanten und durchgeführten
Gedenkfeier Aussagen von Zeitzeugen und Worte von ehemaligen KZ-Häftlingen rezitiert. Für besondere Ergriffenheit
sorgte das "Lied einer deutschen Mutter" von Bertold Brecht. Zwei Appelle von Elie Wiesel, "Ermutigende Worte"
von Hilde Domin und Gedanken von Ruth Pfau erzeugten neben Betroffenheit auch Hoffnung und Mut.

Bevor ein weiteres Musikstück die nachdenklich stimmende Feier beendete, wies Frau Eiler-Engelhard in ihren
abschließenden Worten auf die Ausstellung "Ingelheim im Nationalsozialismus" hin, die seit einigen Wochen an
unserer Schule zu sehen ist. Sie wurde ergänzt durch Texte, die während der Studienfahrt nach Buchenwald/Weimar
von den 10. Klassen erstellt wurden.


(H. Eiler-Engelhard)

Gedenkfeier zum Ende von Krieg und Gewaltherrschaft am 8.Mai 1945


Am 9. Mai begingen in diesem Jahr die neunten Klassen der Kaiserpfalz-Realschule plus in Ingelheim ihre jährliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Nach einer musikalischen Einleitung und der Begrüßung durch die Konrektorin Frau Möller wurden von den Schülerinnen und Schülern Auszüge aus der denkwürdigen Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 vorgetragen.

Im weiteren Verlauf wurden in der von Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen geplanten und durchgeführten Gedenkfeier Informationstexte zum Kriegsende, Aussagen von Zeitzeugen und Worte von ehemaligen KZ-Häftlingen rezitiert. Für besondere Ergriffenheit sorgte das "Lied einer deutschen Mutter" von Bertold Brecht. Ein Text von Elie Wiesel, "Ermutigende Worte" von Hilde Domin und Gedanken von Ruth Pfau erzeugten neben Betroffenheit auch Hoffnung und Mut.

Bevor ein weiteres Musikstück die nachdenkliche stimmende Feier beendete, wies Frau Eiler-Engelhard in ihren abschließenden Worten auf eine Ausstellung hin, die aktuell in der Bibliothek des Schulzentrums - und danach auch noch an der BBS und der IGS Ingelheim - gezeigt wird. Die Ausstellung hat den Titel "Tatort Rheinland-Pfalz" und beschäftigt sich genau mit den rechtsradikalen Tendenzen in unserer Gesellschaft, die vor nicht allzu langer Zeit die ganze Welt in so viel Leid gestürzt haben.


(H. Eiler-Engelhard)

Fahrt nach Weimar (25.01.2011)


Die alljährige Weimarfahrt der zehnten Klassen:
Die dreitägige Fahrt über Eisenach, in die Stadt der Dichter und Denker, die so viel bietet, stand am 25. Januar für die Klassen 10 a und 10 c bevor.
Erster Halt war die Wartburg in Eisenach, die Burg vieler Geschichten. Hier fand Martin Luther Unterschlupf und übersetzte das Neue Testament.
In Weimar angekommen, wurden beide Klassen in vier kleine Gruppen eingeteilt und bekamen eine interessante Führung direkt durch die Stadt Weimar. Man konnte von Weitem das Gartenhaus des berühmten Dichters Goethe sehen und den damaligen Wohnsitz des jungen Fürsten August. Die Stadt zeigt viele noch im alten Stil gebaute Häuser. Nach der Führung trafen sich die vier Gruppen wieder im Kulturhaus der Jugend, die zur Übernachtung diente. Am Abend konnten die Schüler die Stadt erkunden.
Am nächsten Tag machten sich beide Klassen direkt nach dem Frühstück auf, um die Häuser Goethes und Schillers zu betrachten. Die Führung ermöglichte es uns, sich noch tiefer in die Zeit der Dichter zu versetzen, zu sehen wie sie lebten und zu verstehen, was sie mit ihren Werken vermitteln wollten.

Nach den Führungen ging es zum wichtigsten Anhalts- und Schwerpunkt der ganzen Fahrt.
Auf dem Ettersberg, auf dem auch schon Goethe spazierte, liegt das Konzentrationslager Buchenwald.
Man konnte in den Gesichtern der Schüler und Schülerinnen lesen, dass jedem bewusst war, auf Boden zu stehen, auf dem Blut vergossen wurde.
Jede einzelne Station im Konzentrationslager [KLB] war erschreckend. Die Schülerinnen und Schüler waren still und ließen alles auf sich einwirken. Die Tafeln, auf denen der Toten gedacht wird, brachte manchen Tränen in die Augen und ließ ein merkwürdiges Gefühl entstehen.


Am Abend waren alle ruhig und etwas erschüttert, keiner wollte wirklich über das sprechen, was gesehen worden war. Keiner will an diesen schrecklichen Ort zurück. Nach dem Abendessen schauten wir uns den Film " Der Junge im gestreiften Pyjama " an, der den Abschluss des Tages bildete.

Jeder von uns war sich einig, dass jeder Mensch dies einmal in seinem Leben gesehen haben muss, aber kein zweites Mal. Weimar, eine Stadt der Schönheit und Geschichten und vor allem mit vielen schrecklichen Erinnerungen.

In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
(Sara Oliveira)

Stolpersteine

Auch da war die KAPRI+ dabei...
Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e.V.

Näheres folgt...

Gedenkfeier

Gedenkfeier
(14. April 2010)
zur Befreiung des KZs Buchenwald
am 11. April 1945

Lesen Sie hier die Rede zur Gedenkfeier von Frau Reich.

Und auch die Schülerinnen und Schüler machten sich so ihre Gedanken...
Schüleräußerungen

Suchtprävention


Die Suchtprävention hat an unserer Schule eine lange Tradition und ist stark geprägt worden von Frau Eiler Engelhard. Sie hat über 20 Jahre hinweg immer wieder Gespräche geführt mit gefährdeten Schülern/innen und sie auf ihrem Weg ein Stück begleitet.

Zu Prävention gehören aber hauptsächlich vorbeugende Maßnahmen. In diesem Bereich finden folgende Aktivitäten an unserer Schule statt: Kontaktaufnahme mit der Sucht- und Jugendberatung der Stadt Ingelheim. Jährlich wird zwei 7. Klassen die Sucht- und Jugendberatungsstelle räumlich, personell und inhaltlich vorgestellt. So können bei Jugendlichen im Ernstfall auftretende Berührungsängste abgebaut werden. Außerdem wird ein Elternabend von Schule und Sucht- und Jugendberatung zusammen veranstaltet für alle Eltern der Siebtklässler, an dem die Eltern Informationen erhalten und Fragen stellen können.

Vorträge zum Thema Erziehung und Suchtvorbeugung werden, meist in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, angeboten. So referierte am diesjährigen landesweiten Aktionstag zur Suchtprävention Herr Sven Hölzl, der Leiter der Erziehungsberatung Idstein mit dem Thema "Hilfe, mein Kind wird erwachsen".

Das Improvisationstheater RequiSit gastierte schon mehrere Male in unserem Schulzentrum. Ehemals Drogenabhängige spielen für die 10. Klassen und interessierte Eltern kurze spontan entstehende Theaterstücke. Danach fand zwischen den drogenabhängigen Schauspielern und den Schülern jeweils ein Gespräch zum Thema Sucht und Drogen statt.

Die Schüler- Multiplikatoren Ausbildung, die im nächsten Schuljahr das zweite Mal stattfinden soll, erscheint uns ganz wichtig für die Suchtprävention. Aus den 8. und 9. Klassen werden interessierte und von der Klasse ausgewählte Jungen und Mädchen in Sachen Umgang mit Drogen und Drogenmissbrauch ausgebildet. Sie stehen gefährdeten Mitschülern näher als die Erwachsenen und können ihnen - bei Bedarf- ohne erhobenen Zeigefinger hilfreich zur Seite stehen.

Projekte zum Thema Sucht und von Schülern gestaltete Ausstellungen, z.B. "Rausch und Realität" ergänzen die Arbeit in der Suchtvorbeugung.

Die Teilnahme am diesjährigen landesweiten Aktionstag zur Suchtprävention am 16.Mai war die letzte Aktivität unserer Schule in Bezug auf dieses, für Eltern und Schüler immer wieder brisante, Thema.



Theater RequiSiT - das etwas andere Theater...


Die Hofheimer Theatergruppe "RequiSiT" gastiert dieses Jahr zum zehnten Mal in Ingelheim.
Ein besonderer Anlass, Sie als Eltern und Multiplikatoren zu einem außergewöhnlichen Abend einzuladen.
RequiSiT entführt Sie nicht nur in das Reich des Improvisationstheaters,
sondern beantwortet auch all Ihre Fragen rund um das Thema Suchtmittel.

Das Theater findet statt am Mittwoch, den 2.Dezember 2009 von 19.30 bis 21.30 Uhr
in der Bibliothek des Schulzentrums Ingelheim. Der Eintritt ist frei.



Lesen Sie hier die ganze Einladung...